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Gel Akkus - wartungsfreie Batterien für unterschiedliche Traktionsanwendungen

Gel Akkus stellen eine besondere Bauform des Blei-Akkumulators dar. Ihr Elektrolyt (Schwefelsäure) liegt nicht in flüssiger Form vor, sondern ist mit Kieselsäure zu einem Gel gebunden. Anders als klassische Nass Akkus (die beispielsweise als Starterbatterien im Kfz eingesetzt werden) sind Gel Akkus vollständig verschlossen, so dass ein regelmäßiges Nachfüllen von destilliertem Wasser nicht erforderlich ist.

Wie sind Gel Akkus aufgebaut?

Wie andere Blei-Akkumulatoren haben auch Gel Akkus eine säurefeste Außenhaut. Im Inneren befinden sich zwei Bleiplatten, die Elektroden, die vom Elektrolyt umgeben sind. Dieser ist bei einem Gel Akku durch die Zugabe von Kieselsäure geliert. Dadurch ist es auch möglich, die Akkus vollständig zu verkapseln, so dass ein Austreten von Elektrolyt selbst dann nicht möglich ist, wenn die Batterie nicht in aufrechter Position montiert wird.

Die geleeartige Konsistenz des Elektrolyten sorgt dafür, dass Gel Akkus deutlich länger lagerfähig sind als Akkus mit flüssigem Elektrolyt. Auch wird die Selbstentladung hierdurch verringert, so dass die Akkus auch mehrere Monate ohne Nachladung überstehen können. Auf der anderen Seite kann ein Gel Akku jedoch keine hohen Ströme in kurzer Zeit abgeben. Darum eignet sich diese Technologie nicht für Starter-, sondern nur für Verbraucherbatterien.

Die einzelnen Zellen der Akkus sind zugeschweißt, aber mit Überdruckventilen versehen, durch die Gas aus dem Inneren des Gel Akkus austreten kann. Trotzdem können sich die Wände nach der Ladung ausbauchen und bei einer stark entladenen Batterie auch nach innen wölben. Die Funktionsfähigkeit, Sicherheit oder Kapazität der Batterie werden dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.

Wie werden Gel Akkus richtig geladen?

Wie alle bleibasierten Akkus reagieren auch Gel Akkus empfindlich auf Tiefentladungen. Deswegen sollten diese Batterien möglichst nicht auf weniger als 50 Prozent ihrer Gesamtkapazität entladen werden. Eine kurzfristige Tiefentladung auf unter 50 Prozent sollte sofort durch das Anschließen des Akkus an ein geeignetes Ladegerät korrigiert und die Batterie vor der nächsten Verwendung wieder vollständig aufgeladen werden.

Aufgrund ihres Aufbaus weisen die Akkumulatoren eine geringe Selbstentladung auf. Sie sind also besonders haltbar und auch beim Dauereinsatz zuverlässig.

Was bedeutet "wartungsfrei" bei diesen Akkumulatoren?

Gel Akkus gelten als wartungsfrei, weil sie ein geschlossenes System darstellen, in dem kein destilliertes Wasser nachgefüllt werden muss. Die beim Laden und Entladen austretenden Gase (Sauerstoff und Wasserstoff) werden im Inneren der Batterie rekombiniert, also wieder zu Wasser umgewandelt.

Was ist beim Betrieb von Gel Akkus generell zu beachten?

Das Aufladen der Akkus darf nur mit einem speziellen, für diesen Akkutyp geeigneten Ladegerät erfolgen. Auf keinen Fall darf die zulässige Ladespannung überschritten werden, weil der Akku bei höheren Spannungen verstärkt ausgast. Hierdurch verkürzt sich die Lebensdauer, zudem besteht die Gefahr, dass die eingebauten Überdruckventile dem Druck nicht standhalten. Um das zu vermeiden, sollte zum Aufladen immer ein Ladegerät verwendet werden, das die Ladespannung am Akku kontinuierlich überwacht und regelt.